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Dienstag, 18. Februar 2014

Hals-Schlitz mit Schrägband einfassen - Tutorial /// WERBUNG ///

In der Ottobre 4/2013 ist das hübsche Schnittmuster für die "Mini Prints" Tunika mit dem Hals-Schlitz vorne. Doch leider hat es im Heft nur eine sehr dürftige Anleitung! Ich will für meine Mädchen ein Indianerköstum für die Fasnacht nähen und habe mich genau für diesen Schnitt entschieden. Nachdem ich die Anleitung gelesen habe, verstand ich erst mal nichts. Also Resten hervor und ausprobieren... klappte nicht, das Internet durchwühlt, nichts gefunden, weiter probiert... Es hat etwas gedauert, aber ich habs herausgefunden! Und da ich im Netz viele "Notrufe" gesehen habe, mache ich gleich ein Tutorial daraus... Viel Spass beim nachnähen und ich hoffe, ich kann helfen...


 1. Vorderteil zuschneiden und Schlitz machen.
 2. Schrägband aufklappen und auf der linken Stoffseite aufnähen.
 3. Der weisse Strich markiert das Ende des Schlitzes.
 4. Ich hab das Patchworkfüsschen verwendet. Das hat auf der Seite diese 3 Kerben, welche die Nahtbreite angeben. So kann ich die 3.te Kerbe auf den weissen Strich setzen und habe somit wieder meine Nahtzugabe. (Schau bei Bild 7, da sieht ihr wie es am Schluss aussieht.)
 5. Nadel unten lassen, Füsschen anheben und mit Hilfe des Nahttrenners die Falten zurechtrücken, die nun entsehen. Es wird nun eine Naht im Winkel von 90° zu der ersten Naht genäht. Die paar Stiche nähen, bis zu nächten Wendepunkt und das Ganze wiederholen.
 6. Weiternähen bis zum Schluss.
 7. So sieht es nun auf der rechten Stoffseite aus. (Hier seht ihr auch wie das mit der Nahtbreite gemeint war und wo die Wendepunkte sind)
 8. Dies ist auf der linken Stoffseite...
 9. Nun müssen die Ecken eingeschnitten werden und zwar bis fast ganz an die Naht heran. Aber nur auf dem Stoff, nicht das Schrägband. Nur wenn hier eingeschnitten ist, klappt das Ganze!
 10. Legt euch den Stoff mit der rechten Seite zu euch und klappt nun das Schrägband von hinten nach vorne gleichmässig um und steckt es fest.
 11. So sollte es nun da aussehen, wo die Spitze des Ausschnittes hinkommt.
 12. Wenn ihr nun die Spitze formt, achtet darauf, dass oben beim Halsausschnitt die Kanten übereinstimmen. Sonst wird der ganze Schlitz schräg...
 13. So schauts auf der Rückseite aus...
 14. Nun wird das ganze noch mit dem Schmalkantfuss angenäht.

 15. Damit das ganze noch mehr halt bekommt, näht nun noch ein paar Stiche waagrecht mit dem normalen Füsschen und fixiert das Schrägband nochmals

 16. Nun wird ein weiteres Schrägband wieder auf der linke Seite wie beim ersten Mal aufgenäht. Ringsum und sichert die Naht am Anfang und am Ende mit ein paar Stichen.
 17. Das Schrägband wird auf der linken Stoffseite rechts auf rechts gelegt und ganz knapp neben dem violetten Schrägband zusammengenäht. Lasst das Schrägband zum zusammennähen ca. 2 cm länger. Auf dem Bild oben habe ich das Schrägband schon auf ca 5 mm zurückgeschnitten und leicht die Ecke gekappt.
 18. Nun wird das Schrägband auf die rechte Stoffseite gewendet und die Ecke mit einer stumpen Nadel noch etwas herausgearbeitet.
 19. Wieder mit dem Schmalkantfuss das Schrägband annähen.
 20. Fäden abschneiden und fertig ist der Halsausschnitt mit Schlitz...
Na, hat es geholfen?!
Es würde mich freuen, wenn ich von euch dazu Feedbacks bekommen würde. Ist das ganze Tutorial verständlich, fehlt was, u.s.w....

Und nun ab zum creadienstag...

Bunte Grüsse
Iva

Dienstag, 11. Februar 2014

bequeme Damenslip's XL selbstgenäht... /// WERBUNG ///

 
 Das mit den Slip's ist immer so ne Sache bei mir... Die gekauften passen einfach nie so wirklich... Tja, ich hab halt auch nicht eine 0815-Figur... Im Netz habe ich schon vor längerer Zeit einen Gratisschnitt gefunden und ihn so abgeändert, damit er mir passt.
 Am Anfang habe ich verschieden Wäschegummis ausprobiert und die elastischen "Schrägbänder" sind mir die liebsten geworden. Ich finde sie putzen den Slip so richtig raus...
Auch bei den Sticharten habe ich rumgetüftelt bis ich zufrieden war. Bei den ersten habe ich noch einen elastischen Zickzack verwendet, der zwar schmal ist, aber ewig zu nähen ist, da er immer vor und rückwärts näht...
 Als ich dann wieder mal an meiner Cover sass und die Schraubenlöcher rechts neben dem Nähfuss sah, dachte ich mir, vielleicht geht ja der Bandeinfasser meiner Bernina auch an die Cover... und jep, es klappte *freu* Also beim Lieblingsstoffladen noch eine Kone Bauschgarn geholt und losgelegt...
 So geht das einfassen rucki-zucki...

 und die Nähte sehen aus wie gekauft *lach*
 Bei den Stoffen habe ich einfach in die Restekiste gegriffen und bei dem Stoff, bei dem ich etwas Zweifel hatte, ob er nicht zu sehr für Kinder ist, hat mich mein Mann überrascht und gesagt, das ihm dieser Slip am Besten gefalle... :-)
 Falls ihr Interesse habt, auch selber solche bequemen Slips selber zu nähen, schreibt es mir. Wenn die Nachfrage da ist, würde ich ein Freebook dazu machen und gerne mit euch teilen...

Nun schicke ich diesen Post rüber zum creadienstag... Gerne dürft ihr diesen Post auch weiterteilen, ich würd mich freuen :-)

Bunte Grüsse
Iva

Edit: schaut auch mal bei "Farbe bekennen"-Unterwäsche selbstgemacht rein...

Das Freebook findet ihr hier *klick*



Samstag, 23. November 2013

Tutorial - CD-Hüllen selber machen... /// WERBUNG ///

Ich habe meinen letzten Kursteilnehmerinnen Fotos & eine Bildanleitung zu unserer Schachtel versprochen und habe alles auf eine CD gebrannt. Nun hatte ich aber keine Hüllen zur Hand. Die CD's zum brennen sind ja alle in der selben Box. Also mussten schnell noch ein paar CD-Hüllen her. Gedacht, getan. In meinem Kartonlager auch schnell einen passenden Halbkarton von ca. 300g/m2 gefunden. Kurz skizziert und schon losgelegt...
Damit ihr das zuhause auch mal machen könnt wenn ihr eine CD verschenken wollt habe ich hier eine Anleitung dazu geschrieben. Es geht auch ohne Cameo ;-) Ich liebäugle ja auch schon länger auf so ein Teil, aaaaber, es gibt noch andere Maschinen die ich auch möchte *lach*. Kennt ihr auch, oder?
Nun viel Spass beim nachmachen...
Ihr braucht:
-Bögen A4 oder grösser 300 g/m2 Halbkarton
-Graukarton als Unterlage zum Rillen
-Massstab
-Falzbein
-Cutter
-Weissleim aus der Tube
-evt. Klebeetiketten
-Brettchen oder Bücher zum pressen 


 1.
Schneidet den Halbkarton auf die Grösse von 17 x 28 cm (die Masse auf der Skizze unten ist in mm)
 2.
Legt den zugeschnitten Halbkarton auf den Graukarton und zeichnet euch die 2cm auf 3 der Seiten ein wie auf der Skizze. Ebenfalls markiert ihr euch die 13cm von der rechten Seite aus.
Die blau-gestrichelten Linien werden mit Hilfe des Lineals und des Falzbeins auf den Graukarton gerillt. Dank dem Graukarton, welcher "weich" ist kann man mit etwas Druck und dem Falzbein einen guten Rill erzeugen. Der Rill wird gemacht, damit man den Halbkarton gut falten kann.

3.
Nun werden die überflüssigen Teile anhand der rot-gestrichelten Linie mit dem Cutter und dem Lineal weggeschnitten.


 4.
 Jetzt können alle Faltkanten mal gefaltet werden.
 5.
Nun geben wir wenig Leim auf die seitlichen Laschen, klappen die grosse Seite zu und...
 ...legen die nun geschlossene Hülle zwischen Brettchen oder unter ein dickes Buch und beschweren es noch zusätzlich. So etwa 1 Stunde trocknen lassen.
 Im Web finden sich ganz tolle Etiketten zu ausdrucken. Bitte beachtet dabei, das diese, wenn sie gratis sind, nur für den Privatgebrauch bestimmt sind!
Diese süssen Etiketten sind von hier. Wenn ihr etwas sucht auf diesem Blog findet ihr noch ganz viele andere... Ich habe sie auf eine ungestanzten A4-Etikettenbogen gedruckt und mit dem Cutter ausgeschnitten und die Ecken von Hand mit der Schere rund geschnitten...
 6.
Wenn die Hüllen getrocknet sind können sie vorne noch mit Etiketten oder sonstigen Sachen (ihr habt ja auch alle immer super Ideen) verziert und beklebt werden. Schon sind die CD-Hüllen fertig zu verschenken oder ihr macht für eure Kinder welche (meine Kids zerstören die normalen Plastikhüllen immer ziemlich schnell)... Auf diese können sie auch mal draufstehen ohne das es gleich knirscht ;-)
Fertig sind sie... Ich finde sie ganz herzig. Auch wenn auf der Etikette steht "This Book...", die Etiketten sind einfach zu süss...

Liebe Grüsse
Iva

Dienstag, 17. September 2013

Binding Tutorial - oder wie mache ich eine schöne Einfassung an meinen Quilt... /// WERBUNG ///

Als ich mit dem quilten begonnen habe, hatte ich viele Fragezeichen und wenig Antworten. Mein erstes Binding (eben die Einfassung) darf man gar nicht anschauen! Ich hatte keine Ahnung wie das gehen soll und in den Büchern steht zum Thema Einfassung meistens nicht viel... (Wie man das schon wissen müsste!) Jetzt nach 10 Jahren Quilterfahrung weiss ich es. Schon lange, klar, aber trotzdem immer wieder was dazugelernt und meine Technik verbessert. Nun habe ich sie für euch aufgeschrieben und mit Bildern versehen, damit ihr verstehen könnt was ich meine...


1. Schneide deinen Quilt nach dem quilten mit dem Schneidelineal und dem Rollcuter zurück, damit die drei Lagen des Quilts alle gleich lang sind und dein Quit rechtwinklige Ecken bekommt.
2. Schneide für die Einfassung Streifen mit deinem gewählten Stoff. Die Breite dafür kann man zwischen  6.0 / 6.5 / 7.0 cm wählen. Wie ihr das gerne habt. Kurz den Umfang des Quilts ausrechnen und dann die Anzahl Streifen schneiden.
3. Wenn man mehr als 1 Streifen hat, müssen die Streifen zusammengesetzt werden. Dazu legt man die Streifen, rechte auf rechte Seite, im 90° Winkel aufeinander und näht die Diagonale wie auf dem Foto.
4. Die Ecke wird bis auf die Nahtzugabe abgeschnitten. 

5. Den Stoffstreifen aufklappen und die Nahtzugabe auseinanderbügeln. Mit diesem 45° zusammennähen wird verhindert, dass sich durch die Nahtzugabe dicke Knubbel bilden. Dies mit allen Streifenteilen, die zugeschnitten wurden, wiederholen.
6. Wenn alle Teile aneinandergenäht wurden, wird der lange Streifen in die Hälfte gelegt, linke auf linke Seite, und gebügelt.
7. Nun kann der Streifen auf den Quilt genäht werden. Der Streifen wird auf die Vorderseite des Quilts genäht, damit er auf die Rückseite geklappt werden kann, wo er dann von Hand angenäht wird. Die Öffnung des Streifen schaut nach aussen, der gebügelte Teil nach innen vom Quilt. Am Anfang wird ein ca. 20-25 cm langes Stück noch nicht festgenäht, mit diesem Stück wird der Abschluss gemacht. Beginnen kann man auf jeder Seite, einfach irgendwo in der Mitte.
8. Füsschenbreit nähen (am besten mit dem Patchworkfuss, wenn man hat). Nähen bis man füsschenbreit vor Ende des Quilts ist, stoppen, Nadelposition unten und den Quilt drehen, damit man im 45° Winkel bis auf die Ecke des Quilts nähen kann. Faden abschneiden.

9. Den Streifen hochklappen, so das ein 90° Winkel zur Aussenseite des Quilts entsteht.
10. Und nun den Streifen überschlagen, damit er wieder auf dem Quilt zu liegen kommt.
11. Wieder füsschenbreit nähen bis zur nächsten Ecke und die Schritte 8-11 wiederholen.
12. Wenn ringsum der Streifen angenäht ist, lässt man ca. 30 cm vor dem Anfang das Ende des Streifens ebenfalls ca.20 cm stehen.

13. Nun wird der Anfangsstreifen wenn nötig gerade zurückgeschnitten , dann wird das Ende darübergelegt und plus 1x Streifenbreite (zwischen den roten Pfeilen) angezeichnet und gerade abgeschnitten. Mit Streifenbreite ist die Breite gemeint, so wie ihr die Streifen zugeschnitten habt, also 6.0 / 6.5 / 7.0 cm breit.
14. Anfang und Ende wieder mit der rechten auf rechte Seite im 90° Winkel legen (wie am Anfang das Streifenzusammennähen) und wieder über die Diagonale nähen.
15. Kurz kontrollieren ob die Länge passt, dann mit der Schere die Ecke abschneiden, wieder die Nahtzugabe stehen lassen und die Naht auseinander streichen/bügeln.
16. So bekommt ihr einen Abschluss hin ohne das man sieht, dass es einen Abschluss gibt, weil er ja genau gleich geschnitten ist, wie die Streifenzusammensetzung...

17. Nun wird auch noch der Rest füsschenbreit angenäht. 
18. Nun ist die Einfassung auf der Vorderseite des Quilts angenäht.
19. Den Quilt wenden und den Einfassstreifen umklappen.
20. Mit Hilfe von Stecknadeln wird der Einfassstreifen fixiert, das erleichtert dann das von Hand annähen.

21.  Den Faden wählt man in der selben Farbe wie die Einfassung. Der Stich auf dem Bild ist der Matrazenstich, ihr könnt die Einfassung aber auch mit dem Überwendlingsstich nähen. Wichtig dabei ist einfach, dass man die Naht der Nähmaschine vom aufnähen des Streifens nicht mehr sieht, dass heisst, mit dem Handnähen überdeckt. Bei der Ecke schaut ihr einfach, das es wieder eine 45° Falte gibt, wie auf der Vorderseite.
22. Angenähte Einfassung auf der Rückseite
23. Angenähte Einfassung auf der Vorderseite.
24. Fertig!!!

Ich hoffe, ihr habt Spass an eurer nächsten Einfassung, denn so schwer wie es auf den ersten Blick aussieht ist es nicht und das Ergebnis ist sehenswert.

Liebe Grüsse
Iva
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